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... wir sind da zu Hause, wo unser WoMo steht

Casscades d'Ouzoud

Freitag, 7. März
In der Nacht ging ein Gewitter vorbei und es regnete in Strömen. Die Natur kann das Wasser gut gebrauchen - und wir konnten wunderbar schlafen.
Der Regen weichte den sandigen Boden auf und wir standen hübsch "eingemauert" im roten Schlamm. Als ich das Fahrzeug startklar gemacht hatte, gab es 3 Paar Schuhe, welche voll mit Schlamm/Lehm waren.
Bald machten wir uns wieder auf den Weg, am Staudamm vorbei, auf direktem Weg nach Azilal. Hier rechts abbiegen und die lange, aber schöne Passstrasse nach Ouzoud.
Auf Anhieb fanden wir den kleinen, hübschen Campingplatz "Zebra".
Unser Ziel war natürlich der grösste Wasserfall, der aus über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Wir wurden auf unserem Weg von einem schwarzen (wilden) Welpen begleitet - man hätte ihn am liebsten mitgenommen. Vorbei an unzähligen Marktständen stiegen wir die langen Treppen zum Wasserfall hinunter und staunten nicht schlecht! Es floss wirklich sehr viel Wasser die Felswand hinab, er toste und faucht wie wild, ein völlig unerwartetes Schauspiel im sonst so trockenen Marokko!
Der Ausflug machte durstig und wir bestellten wieder einmal einen dieser köstlichen Orangensäfte, aus frischen Orangen - soooo lecker und erfrischend.
Morgen, oder übermorgen wollen wir weiter nach Demnante und werden nachfragen, ob die hohen Pässe, nach dem Regen, befahrbar sind (Tizi-n-Outfi, 2150m und Tizi-n-Fedrate).

Freitag, 8. März
wir überlegten uns, ob wir heute nach Demnante fahren sollen, oder noch einen Tag hier am Wasserfall bleiben wollen.
Nach einem Gespräch mit einem Paar aus dem Rheintal (welches seit sieben Jahren unterwegs ist), entschieden wir uns noch zu bleiben. Die Strasse über die beiden Pässe sein nach dem Regen schwierig zu befahren. Es sei auch schade, diese schöne Fahrt zu forcieren.
Weil eine grosse holländische WoMo Gruppe erwartet wurde, stellten wir uns an einen anderen, sehr schönen Platz. Wir starteten zu einer Wanderung durch die Mondlandschaft mit roter Erde (eher eine Marslandschaft), zuerst steil den Hang hinunter, dann dem kleinen Fluss entlang. Das Land wird hier bewirtschaftet, einzelne Gärten, Weizen und grosse Olivenhaine konnten wir durchqueren. Manchmal waren wir eher in einem Olivenwald. Rings um die unzähligen Bäume wurden im weiten Bogen kleine Wälle angehoben, damit das Wasser vom Bewässerungssystem liegen bleibt und beim Baum versickert. Wir begegneten auch Männern, Frauen und Kinder, welche am Boden Oliven sammelten, vielleicht wurden diese vom Gewitter heruntergeschlagen, die Ernte war ja bereits im Herbst. Auf einem Feld konnten wir einem Bauern zuschauen, der gerade sein Feld mit einem Esel und einem Holzpflug pflügte.
Wir kamen zurück ins Dorf und dachten natürlich gar nicht ans zurückkehren, sondern zogen weiter auf die Nordseite der Wasserfälle und stiegen durch die schmalen, steilen Wege zum Fluss hinunter.
Wir tranken einen O-Saft in einem ganz kleinen Bistros, der Besitzer freute sich riesig, als wir bei ihm bestellten. in der Mitte des Kaffees floss das Wasser einer Quelle in einen kleinen Teich, es war pures Trinkwasser.
Er bestätigte uns, dass man auf der vis-à-vis Seite den Berg hochgehen kann, was uns natürlich motivierte, wir wollten nicht schon wider durch die Touristenmeile gehen. Also überquerten wir den Fluss über die wackelige, aber stabile Brücke und stiegen eine Stunde lang im Zig-zag den Berg hinauf. Immer wieder konnten wir auf die Wasserfälle und das Tal hinunterschauen, welches jetzt von der Nachmittagssonne angestrahlt wurde. Ganz oben, beim "village mexicaine", sahen wir sogar einen Regenbogen in den Wasserfällen.
Zurück am Platz war eine Kaffeepause angesagt!
Zuerst dachten wir, wir könnten im netten Restaurant essen gehen, aber ob der angekommenen Schar verzichteten wir darauf - Spaghetti mit Tomatensauce scheint uns eine sehr gute Alternative zu sein.



und los geht's über den Tizi-n-Outfi Pass (2244m) nach Ouarzazte